Kleiner Wettbewerb zur Openness Checkliste?

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checkliste
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#1

Im Rahmen der Sammlung der Vorschläge für die Openness Checkliste hatte Gerald Langhanke die Idee, zu den Open-Access-Tagen einen kleinen Wettbewerb zu veranstalten:

Wenn die 10 Checkpunkte feststehen, könnte man eine “OA challenge” o.ä. lancieren und am Ende (auf den OA-Tagen!?) zwei Sieger-Bibliotheken küren. 1: Wer hat am meisten Punkte erfüllt und 2: Wer hat am stärksten aufgeholt in der Laufzeit der Challenge.
Quelle: DIskussionsbeitrag bei Slidewiki

Hat jemand Lust so einen kleinen Wettbewerb zu organisieren oder Ideen, wie sich das einfach umsetzen ließe?


#2

Hallo Felix, liebe Kolleginnen und Kollegen,

schön, dass die Idee der Openness Checkliste so professionell weitergeführt wird!

Meine spontane Idee einer “Openness Challenge” finde ich nachwievor schön - bis zu den nächsten OA-Tagen im Oktober bereits einen Sieher zu küren, dürfte aber zu kurzfristig sein - mein Vorschlag jetzt: Wir nutzen die OA-Tage um die Openness Challenge dort zu starten und geben als Frist ein ganzes Jahr bsi zu den nächsten OA-Tagen, so dass man da resümieren kann.
Ich kann - wenn gewünscht - Konatkt zum Oragteam in München aufnehmen. Gut denkbar wäre m.E. auch, das auf einem Poster unterzubringen - der Call for posters läuft noch bis 31.7. (dann muss allerdingsa uc bereits ein fertiges Poster vorliegen!):
http://open-access.net/community/open-access-tage/open-access-tage-2016-muenchen/call-for-proposals/#c2410

Viele Grüße,
Gerald Langhanke


#3

Finde ich sehr gut! Bei der Postergestaltung helfe ich gerne mit, wenn Du das in die Hand nimmst. Vielleicht finden sich hier auch noch weitere MitstreiterInnen?

Die Bewertungskriterien für einen fairen Wettbewerb zu bestimmen, wird nicht so leicht sein. Ich habe da immer gleich die Metrik vom Open Access Repository Ranking vor Augen, aber so professionell muss es ja nicht werden und ein paar Indikatoren für die Schritte hatten wir ja auch schon gesammelt.


#4

Hallo zusammen,

ja, ich bin kein Design-Fex in Sachen Poster, aber den Inhalt erstelle ich gern. Ich würde es so simpel wie möglich halten:
Die 10 Kategorien haben wir ja schon.

Teilnehmer ist nur, wer sich aktiv dafür anmeldet, da müsste man noch eine geeignete Plattform finden, letztlich würde ein Googledoc o.ä. reichen. Die Teilnehmer geben selbst an, welche Punkte sie abgearbeitet haben, versehen mit Links, die dies dokumentieren (s.u.).

Eine Jury muss benannt werden (da müssten wir ein paar Einschlägige aus der Szene anschreiben,) Felix, du bist als derzeit Institutionsunabhängiger als Jury-Präsident ja geradezu prädestiniert.

Siegerermittlung in 2 Kategorien:

  • “Gesamtsieger”: wer nachweislich am meisten Punkte an seiner Einrichtung umgesetzt hat (Plätze 1-3 vergeben)
  • “Aufholer des Jahres”: wer im Laufe der Laufzeit am meisten Punkte neu abgearbeitet hat (Plätze 1-3 vergeben)

Am Kritischsten ist sicher die Bewertung/Kontrolle des ganzen. Ich würde es nicht so professionell /offiziell aufziehen wollen wie OARR. Meine Gedanken zu den einzelnen Kategorien:

  1. Schulungsmaterialien veröffentlichen - prinzipiell leicht nachzuprüfen, hier müsste man vllt. eine Mindestanzahl festlegen, wäre ein Stückweit Vertrauenssache, dass das dann auch für die jeweilige Einrichtugn viele sind.
  2. Open Data Policy für Digitalisate - leicht auf jeweiliger Homepage zu prüfen
  3. Fotos mit CC-Lizenz - leicht(?) auf jeweiliger Homepage zu prüfen
  4. Selbst nur OA publizieren - Nachweise in entsprechender Hochschulbibliografie führen? Quoten werden sich kaum berechnen lassen, wäre ein Stückweit Vertrauenssache, wie auch bei 1 Existenz einer entsprchenden Policy wäre natürlich leicht nachzuprüfen
  5. Lizenzrechte für Text Mining - Unterschreiben der The Hague Declaration kann man klar nachprüfen, einzelne Lizenzverträge vermutlich gar nicht (es sei denn die Einrichtung macht genau dies selbst publik, was ja ohnehin sinnvvoll wäre!)
  6. OA-Potential aufdecken - Ein an dissem.in-angelehnter Service sollte auf der Homepage sichtbar sein
  7. Open Source Software einsetzen - sehr schwieriger Punkt, irgendwelche Ideen?
  8. Workshop, Umfrage oder Wettbewerb mit NutzerInnen - sollte auf Homepage dokumentiert sein
  9. Open Access Semesterapparat - sollte auf Homepage dokumentiert sein
  10. Wikipedia unterstützen - Wikipeida-Event sollte auf Homepage dokumeniert sein, Eintrag der eigenen Einrichtung lässt sich (subjektiv) bewerten

Preise: Lobende Erwähnug auf den OA-Tagen 2017 und in der entsprechenden Pressearbeit, vllt. kann open-access.net einen Badge kreieren, den die Sieger dann führen dürfen?


#5

Für das Poster-Design könntet Ihr https://www.canva.com/ ausprobieren. Damit wird man nicht das originellste Design zaubern können, aber im Ergebnis “sieht es nach was aus” und ist leicht zu nutzen.


#6

Google Forms oder Surveymonkey würde sich anbieten. Ich mache gerne mit, aber als “Jurypräsident” komme ich nicht in Frage, weil ich in meinem neuen Job Bibliotheken genau zu diesen Themen berate. Recht wahrscheinlich sind dann Kunden von mir unter den Teilnehmern.

Ich denke auch, dass die Bewertungskriterien niedrig gehalten und meist objektiviert werden können. Stößt Du eine Terminumfrage für eine Videokonferenz zur ersten Abstimmung für die Aktion an, Gerald? Ich wäre dabei und es finden sich bestimmt noch ein paar MitstreiterInnen.


#7

Die “Openness” jetzt auch noch zu “challengen” finde ich eigentlich eine gute Idee: Aber die inhaltliche Breite der Checkliste scheint vor allem auf die größeren Bibliotheken zugeschnitten zu sein: Das Spektrum reicht von eigenen Digitalisaten über selbstverhandelte Lizenzverträge bis zur Entwicklung von Open Source Software… wie bewertet man die Bereiche, in denen sich eine Einrichtung gar nicht engagiert?


#8

Finde die Idee einer Challenge und die Ideen für die Umsetzung wirklich interessant.
Zwei Dinge fallen mir zu dem letzten Kommentar ein:

  1. Die Größe der Einrichtung spielt vermutlich durchaus eine Rolle. Aber ich habe den Eindruck, dass eine Unterscheidung der Größe der Einrichtung vielleicht nicht so sinnvoll ist, da es aus meiner Erfahrung nur ein Teilfaktor ist wie stark sich eine Einrichtung mit Open Access auseinander setzt.
  2. Ich würde keine negative Bewertung für Bereiche in denen sich die Einrichtung engagiert vergeben. Es sind ja oft ganz unterschiedliche Gründe warum man z.B. in einem Bereich sich nicht engagiert z.B. weil man nicht genug Personal hat oder dieses Thema nicht relevant ist oder von der Leitung nicht unterstützt wird. Vielleicht wäre es sinnvoller eine Gewichtung der Kategorien im Sinne von was ist leicht umsetzbar was ist schwieriger umzusetzen/ erfodert bestimmte Vorraussetzungen

#9

Muss es eigentlich eine Event-mäßige Challenge sein? Bei diesem für Bibliotheken schwierigen Thema finde ich so ein Konkurrenzding etwas unglücklich, Profilierungsmöglichkeiten gibt es zur Genüge. Eine kontinuierlich zu pflegende und zu diskutierende Sammlung von “Openness Wins”-Beispielen würde mich mehr ansprechen. Ein Vorbild ist für mich das “Accessibility Wins”-Tumblr von Marcy Sutton: https://a11ywins.tumblr.com/
Man kann so kleine und große Erfolge feiern und nicht etwas vergleichen, was nicht vergleichbar ist.


#10

Eine gute Alternative! Das Accessibility-Wins-Vorbild finde ich nett gemacht.


#11

Aber eine solche Sammlung könnte man ja auch auf den Open Access Tagen vorstellen und bewerben.
Und ich denke ein solche Sammlung sollte irgendwie gepflegt und zusammengestellt werden, dafür würden ja auch Verantwortliche benötigt werden.


#12

Liebe Interessierte,

aus der Idee zu einem kleinen Wettbewerb zur Openness-Checkliste hat sich jetzt die Initiative “Open Library Badge” entwickelt, deren Ziel es ist Bibliotheken für Ihre Bemühungen bei der Umsetzung der Checkliste zu belohnen (ohne einen Konkurrezkampf oder Leistungsvergleich ala BIX heraufzubeschwören) und ihnen durch das Verleihen von digitalen Badges ein einfaches, transparentes und modernes Marketinginstrument an die Hand zu geben.

Die Initiative wird vrstl. auf den Open Access Tagen 2016 in München mit einem Poster präsent sein.

Unsere kleine Planungsgruppe kann noch Zuwachs gebrauchen! Wir skypen das nächste Mal am Mittwoch, den 13.7. um 18 Uhr. Bitte schreibt an gerald.langhanke@ulb.tu-darmstadt.de!


#13

Die Initiative “Open Library Badge” hat zwischenzeitlich ein Poster für die Open-Access-Tage 2016 (10.-11. Oktober in München) eingereicht. Dort soll der Startschuss fallen. Die Webseite zur Intitiative entsteht demnächst unter http://badge.openbiblio.eu. Beteiligt sind bislang: Lambert Heller, Gerald Langhanke, Felix Lohmeier, Anton Katzer, Matti Stöhr und Michaela Voigt. Für Rückfragen vorab stehen alle gerne zur Verfügung :slight_smile:


#14

Das Feedback kommt vielleicht ein bißchen spät…

Die Open-Access-Potenziale einzelner WissenschaftlerInnen bei dissem.in recherchieren, diesen zur Kenntnis geben und konkrete Hilfestellung bei der Zweitveröffentlichung im Repositorium der Hochschule anbieten.

Dissem.in ist nun nicht dermaßen praxistauglich, dass man sich darauf verlassen könnte. Eine Erwähnung direkt in der Kurzbeschreibung dieses Punktes finde ich nicht angemessen. Gesucht wird ausschließlich nach Namen. Wer Michael Müller oder Monika Meier heißt, wird dort nicht glücklich.

Ein konkretes, individuelles Beratungsangebot zu Zweitveröffentlichungsrechten mit persönlichem Kontakt muss mindestens auf der Webseite beworben werden. Entsprechende Tools wie z.B. SherpaRomeo / dissem.in / ImpactStory sollten dabei zum Einsatz kommen

SherpaRomeo ist nicht verlinkt, dissem.in schon. Impactstory ist m.E. nicht geeignet, um Zweitverwertungsrechte zu evaluieren. Oder übersehe ich da etwas?